Insektenhotels sind wertvoller Zufluchtsort für wichtige Insektenarten.
Kreis Borken. Wildbienen gehören zu den wichtigsten Bestäubern in unseren Gärten – ohne sie wäre die Vielfalt an Obst, Gemüse und Blumen kaum denkbar. Doch die Insekten haben es schwer: Viele ihrer natürlichen Lebensräume sind verschwunden. Deshalb lohnt es sich, ihnen im eigenen Garten gezielt Unterstützung zu bieten. Im fünften Teil der Sommerreihe „Naturnahe Gärten – Lebensräume für Igel und Co.“ geht es um Nisthilfen für Insekten.
Ein besonders beliebtes Hilfsmittel ist das Insektenhotel – doch nicht jedes Modell ist wirklich geeignet. Entscheidend ist vor allem die richtige Bauweise. Empfehlenswert ist eine Tiefe von mindestens 15 Zentimetern. Der Grund: Wildbienen sichern ihre Brut, indem sie in den vorderen Kammern leere Zellen anlegen, gefolgt von den männlichen Tieren. Erst in den geschützten hinteren Bereichen platzieren sie die Weibchen, die für den Fortbestand der Art maßgeblich sind.
Damit die Nisthilfe angenommen wird, sollte sie an einem sonnigen, regengeschützten Standort stehen. Unterschiedliche Materialien erhöhen die Chance, verschiedenen Arten einen passenden Brutplatz zu bieten: Bambusröhrchen, Hartholzblöcke mit glatten, vorgebohrten Löchern, Holzstämme sowie verfestigter Lehm oder Sand sind besonders geeignet. Ergänzend dazu spielen offene, sandige Bodenbereiche eine wichtige Rolle, denn viele Wildbienen, ebenso wie Hummeln, nisten nicht in Röhren, sondern im Erdreich. Wer zusätzlich eine kleine Insektentränke im Garten einrichtet, erleichtert den Tieren die Wasseraufnahme.
„Wildbienen sind für die Bestäubung vieler Pflanzenarten unverzichtbar. Mit einem artgerechten Insektenhotel und weiteren geeigneten Strukturen im Garten können diese wirksam geschützt werden“, betont Patrick Lückel vom Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises Borken.
Weitere Infos zum Thema „Naturnaher Garten“ finden sich auch auf www.kreis-borken.de/naturgarten.