Garten

Kleiner Baumeister der Natur

05.05.2026

Schnell, geschickt und in vielen Gärten zuhause: Das Eichhörnchen ist bei der Gartentierwahl 2026 allen anderen Kandidaten davongelaufen. Foto: Ingolf König

Schnell, geschickt und in vielen Gärten zuhause: Das Eichhörnchen ist bei der Gartentierwahl 2026 allen anderen Kandidaten davongelaufen. Foto: Ingolf König

Münsterland. Es versteckt Nüsse, balanciert waghalsig durch Baumkronen und pflanzt fast unbemerkt ganze Wälder: Das Eichhörnchen ist zum Gartentier des Jahres 2026 gewählt worden. Mit knapp 34 Prozent der Stimmen setzte sich der flinke Kletterkünstler bei der bundesweiten Publikumswahl der Heinz Sielmann Stiftung deutlich durch.

Nach Angaben der Stiftung entfielen 4.435 der insgesamt 13.055 abgegebenen Stimmen auf das Eichhörnchen. Damit landete es vor der Blaumeise, die 2.672 Stimmen erhielt, und dem Großen Abendsegler mit 2.032 Stimmen. Zur Wahl standen außerdem die Blindschleiche, der Zitronenfalter und der Kugelspringer.

Für die Stiftung ist die Auszeichnung auch ein Hinweis darauf, wie wichtig das Tier für Garten und Wald ist. Eichhörnchen verstecken im Herbst unermüdlich Vorräte aus Nüssen, Bucheckern und Samen. Nicht jedes Versteck wird später wiedergefunden – und genau daraus wachsen dann oft neue Bäume. So trägt das Tier ganz nebenbei zur Verjüngung der Wälder bei.

Gleichzeitig steht das Eichhörnchen unter Druck. Lebensraumverlust und der Rückgang naturnaher Strukturen machen ihm zu schaffen. Umso wichtiger seien Gärten mit altem Baumbestand, dichten Gehölzen, Laubhaufen und Totholz, heißt es von der Stiftung. Auch ein Nistkasten oder eine erhöhte Futterstelle kann den kleinen Kletterkünstlern helfen, vor allem in strengen Wintern.

Das Eichhörnchen ist damit weit mehr als ein beliebter Blickfang im Garten. Es ist ein geschickter Überlebenskünstler, ein wichtiger Helfer der Natur – und ein Tier, das zeigt, wie eng Artenvielfalt und eigener Garten zusammenhängen.