Eine gut ausgestattete Reiseapotheke gehört auf jeden Fall ins Gepäck, um für den Krankheitsfall gewappnet zu sein. Foto: AOK/colourbox/hfr
Münsterland. Kofferpacken, Reiseunterlagen, Ersatzschlüssel – vor dem Urlaub gibt es vieles zu bedenken. Dabei sollte die Reiseapotheke nicht fehlen, um gesund zu bleiben und im Krankheitsfall schnell reagieren zu können. Zur Grundausstattung gehören alle regelmäßig eingenommenen Medikamente in ausreichender Menge. Darüber hinaus sollte die Reiseapotheke auf Zielort, Reisebedingungen und den persönlichen Gesundheitszustand abgestimmt sein.
„Eine gute Vorbereitung ist für chronisch kranke Reisende besonders wichtig. Es sollte frühzeitig sichergestellt werden, dass alle benötigten Medikamente ausreichend vorhanden sind“, rät AOK-Serviceregionsleiter Michael Faust.
Reiseapotheke dem Urlaubsziel anpassen
Je nach Reiseziel variiert der Bedarf: Natururlaub auf den Faröer-Inseln, eine Italien-Rundreise oder Badeferien an der Ostsee erfordern eine andere Ausstattung als Fernreisen nach Thailand oder Mexiko. Dort gehören Mittel gegen Reisedurchfall zu den wichtigsten Begleitern. Für Aufenthalte in Malariagebieten in Afrika, Asien oder Lateinamerika sind entsprechende Medikamente unverzichtbar.
Auswahl aus der Hausapotheke mitnehmen
Ein Handdesinfektionsmittel sollte stets griffbereit sein. Ebenso gehören Schmerz- und Fiebermittel in jedes Gepäck. Bei Neigung zu Reiseübelkeit empfiehlt sich ein entsprechendes Präparat, das frühzeitig eingenommen wird.
Flugreisende profitieren von befeuchtenden Augentropfen und Nasenspray im Handgepäck. Für sonnige Ziele sind Sonnenschutzmittel sowie eine kühlende Salbe gegen Sonnenbrand wichtig. Insektenschutz und juckreizstillende Gele haben sich ebenfalls bewährt.
Zecken-Prophylaxe
Wer sich viel in der Natur aufhält, sollte sich über Zecken-Risikogebiete informieren und eine Zeckenzange oder -karte mitnehmen. Eine schnelle, fachgerechte Entfernung senkt das Infektionsrisiko.
Medikamente richtig lagern – auf Verfallsdatum achten
Zur Reiseapotheke gehören auch Verbandmaterialien wie Schere, sterile Kompressen, Mullbinden, Pflaster, Einmalhandschuhe sowie Wund- und Heilsalben.
Wichtig: Die meisten Medikamente sollten unter 25 Grad Celsius gelagert werden. Kühlpflichtige Arzneimittel wie Insulin erfordern besondere Vorkehrungen. Zudem sollte der gesamte Inhalt regelmäßig auf das Verfallsdatum überprüft werden.
Impfschutz
Bei Fernreisen empfiehlt es sich, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Schutzimpfungen für das jeweilige Reiseland zu prüfen. Sie schützen unter anderem vor Cholera, FSME, Tollwut, Gelbfieber oder Hepatitis A und B. Reiseimpfungen gehören jedoch in der Regel nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen.