Konsequenter Sonnenschutz ist für kleine und große Sonnenfans wichtig. Foto: colourbox.de
Münsterland. Die aktuellen Frühsommertage zeigen sich von ihrer besten Seite: viel Sonne, hohe Temperaturen, volle Straßencafés. Was sich nach Leichtigkeit anfühlt, hat jedoch eine Schattenseite. Die UV-Strahlung hat in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen – stärker, als viele vermuten. Messungen des Bundesamts für Strahlenschutz zeigen, dass sie in unserer Region seit den späten 1990er-Jahren um mehr als zehn Prozent gestiegen ist. Damit wächst auch das Risiko für Haut- und Augenschäden, denn UV-Strahlung gilt als wichtigste Ursache für Hautkrebs.
Ein Grund liegt im veränderten Klima: Es gibt mehr Sonnenstunden, Wolken sind seltener und oft weniger dicht. So erreicht mehr Strahlung den Boden. Auch Schwankungen der Ozonschicht können zeitweise höhere Werte begünstigen. Die Folgen sind nicht sofort sichtbar – aber langfristig spürbar. Denn die Haut „merkt“ sich jede intensive Sonnenphase. Schäden entstehen oft schleichend und zeigen sich erst Jahre später.
Gerade jetzt, bei anhaltend warmem und sonnigem Wetter, lohnt sich ein bewusster Umgang mit der Sonne. Fachleute raten, die intensive Mittagssonne möglichst zu meiden, Schatten zu nutzen sowie auf Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille zu achten. Sonnenschutzmittel sind sinnvoll, ersetzen aber nicht den mechanischen Schutz. Wichtig sind ein ausreichend hoher Lichtschutzfaktor sowie regelmäßiges Nachcremen.
Ein hilfreicher Orientierungspunkt ist der UV-Index, der inzwischen in vielen Wetter-Apps angezeigt wird. Bereits ab einem Wert von 3 sind Schutzmaßnahmen empfohlen. So lässt sich das schöne Wetter und die Sonne genießen, ohne die Gesundheit unnötig zu riskieren.