Verbrauchertipps

Sonnenstrom vom Dach

18.05.2026

Die Kraft der Sonne nutzen. © VZ NRW /adpic

Die Kraft der Sonne nutzen. © VZ NRW /adpic

Münsterland. „Der richtige Schritt, um langfristig Energie zu sparen und sich unabhängiger vom Stromanbieter zu machen, ist die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach“, sagt Elke Lie-ning Leiterin bei der Verbraucherzentrale NRW in Gronau. Dazu hat die Verbraucherzentrale NRW drei Tipps zusammengestellt.

Bauliche und technische Voraussetzungen prüfen

Im ersten Schritt ist zu klären, ob das Dach ausreichend Fläche hat, wenig verschattet ist und gut zur Sonne ausgerichtet ist – idealerweise südlich, aber auch Ost- oder Westdä-cher sind sinnvoll. Von Bedeutung ist auch, ob Statik und Dachdeckung geeignet sind. Im zweiten Schritt ist festzulegen, welche Anforderungen die Photovoltaikanlage erfüllen soll. Wie groß soll die Anlage werden? Wie viel Strom soll sie erzeugen? Welche Zusatz-komponenten wie Batteriespeicher, Wall Box oder Energiemanagementsystem sind an-gedacht? Dabei sollte man nicht nur den aktuellen Stromverbrauch berücksichtigen, sondern auch bedenken, ob man zukünftig eine Wärmepumpe betreiben möchte oder Solarstrom für die Ladung des eigenen E-Autos benötigt. Hauseigentümer sollten dazu Angebote von Fachbetrieben einholen, die vor Ort eine Besichtigung durchführen und alle Komponenten (Solarmodule, Wechselrichter, Speicher) aufeinander abstimmen. Optimal ist es, wenn der PV-Installateur in der Nähe angesiedelt ist und Referenzen in der Region vorweisen kann.

Angebote genau vergleichen

Verbraucher sollten nicht das erstbeste Angebot unterschreiben, sondern mehrere Offerten einholen und dabei nicht nur Preis, sondern auch Leistung, Garantien, Montage und Anschlusskosten vergleichen. Die Gesamtleistung aller angebotenen Solarmodule sollte in Kilowattpeak (kWp) ausgewiesen sein. Ist ein Batteriespeicher für die PV-Anlage vorgesehen, sollten auch die nutzbare Speicherkapazität und die Kosten dafür angegeben werden. Neben den Materialkosten hat das Angebot auch sämtliche Arbeits-kosten vollständig auszuweisen. Dazu zählen beispielsweise die komplette Installation inklusive der Dokumentation, der benötigte Arbeitsschutz wie Gerüste und Fangnetze, die Inbetriebnahme sowie die Anmeldung der Anlage beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister.

Finanzierungs- und Vertragsmodell sorgfältig aufsetzen

Eine grundlegende Entscheidung ist, ob man die Anlage kaufen oder mieten/pachten will. Während beim Kauf die Investitionskosten anfänglich höher sind, sind Miet- oder Pachtmodelle oft weniger wirtschaftlich über die gesamte Laufzeit. Bei Mietverträgen sollten Hauseigentümer auf die Laufzeiten, mögliche Kostensteigerungen, einge-schränkte Flexibilität (z. B. bei Hausverkauf) und Vertragsdetails wie Wartung und Versicherung achten. Bei Kaufangeboten sollte man Finanzierung und Zinsrisiken im Blick haben sowie Versicherungs- und Wartungskosten einkalkulieren. Vor Vertragsabschluss ist zusätzlich zu prüfen, welche Förderprogramme, zinsgünstigen Kredite oder Zuschüsse zur Verfügung stehen – etwa die Angebote der KfW, der NRW.Bank oder kommunale Förderungen. Die Fördermittel müssen oft vor der Vertragsunterzeichnung beantragt und bewilligt sein. Bei der Finanzierung sollten Hauseigentümer auf Tilgungsplan, Laufzeit und Zinsniveau achten.

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