Verbrauchertipps

Wenn Räder huckepack reisen

24.05.2024

Auch am Urlaubsort kann man mit dem eigenen Fahrrad jederzeit mobil sein.

Auch am Urlaubsort kann man mit dem eigenen Fahrrad jederzeit mobil sein.

Borken. Wer sein Fahrrad mit dem Auto transportiert, nutzt dafür in vielen Fällen einen Heckträger, der auf der Anhängekupplung sitzt. Dabei wird das Fahrrad in eine Trageschiene gesetzt, mit einem Bügel am Rahmen fixiert und an den Rädern mit Halteschlaufen festgespannt. Eine zusätzliche Sicherung mit Spanngurten am Träger oder Fahrzeug sorgt für zusätzlichen Halt und reduziert Schwingungen bei der Fahrt. Die Experten von DEKRA erklären, was bei Montage und Betrieb zu beachten ist.

Abdeckungen schützen empfindliche Elektrik-Teile

Vor dem Losfahren gilt es, alle Teile zu entfernen, die sich unterwegs lösen können, wie etwa Gepäckkorb, Luftpumpe oder Trinkflasche. Bei Elektro-Bikes muss auch der Akku im Fahrzeuginneren stoßgeschützt verstaut werden. Für längere Fahrten empfehlen sich Abdeckungen fürs Pedelec, die empfindliche Elektrik-Teile wie Bedienelemente, Akku-Kontakte und Display vor Regen und Schmutz schützen.

Das Fahrzeug darf mit Träger und Fahrrädern insgesamt nicht breiter als 2,55 Meter sein. Ragt die Ladung seitlich mehr als 40 Zentimeter über die Fahrzeugleuchten hinaus, muss man sie, etwa bei schlechter Sicht oder Dunkelheit, mit einem roten Licht kenntlich machen.

Anhängerkupplung muss spielfrei sitzen

Zum Saisonstart verdient die Anhängekupplung als tragendes Teil besondere Aufmerksamkeit. Die Kugelstange der AHK muss selbst bei festem Rütteln ohne Spiel in der Halterung sitzen und für den Betrieb entsprechend der Bedienungsanleitung abgeschlossen sein. Richtig montiert wird bei manchen Modellen dann ein grünes Feld sichtbar. In einigen neueren Fahrzeugen wird der Verriegelungsstatus sogar im Cockpit angezeigt. Kontrollieren sollte man auch, ob Kabel und Steckverbindung in Ordnung sind und die Leuchten am Radträger einwandfrei funktionieren. Zudem ist darauf zu achten, dass der Heckträger fest auf dem Kugelkopf sitzt, vorschriftsmäßig festgeklemmt und gesichert ist.

Träger und Kupplung müssen fürs Gewicht der Räder ausgelegt sein

Wichtig ist auch, dass die Tragfähigkeit des Trägers für das Gewicht der transportierten Fahrräder ausreicht. Zwei moderne Pedelecs bringen meist bereits ohne Akkus rund 50 Kilogramm auf die Waage. Auch die AHK-Stützlast muss passen. Ihr Wert muss größer sein als das Gewicht der Fahrräder plus das Eigengewicht des Trägers. Hier hilft ein Blick in die Bedienungsanleitung des Fahzeuges weiter.

Verändertes Fahrver-
halten

Ein beladener Fahrradanhänger am Heck verändert das Fahrverhalten des Fahrzeugs. „Ein 70 bis 80 Kilogramm schwerer ‚Rucksack‘ am Heck entlastet die Vorderachse und verschiebt den Fahrzeugschwerpunkt weiter nach hinten. Damit leidet die Fahrstabilität etwas, und das Fahrzeug wird anfälliger für Seitenwind. Auch der Bremsweg verlängert sich“, sagen die Experten. „Deshalb gilt es, mit beladenem Fahrzeug noch vorsichtiger und aufmerksamer zu fahren.“

Kennzeichnung im
Ausland

Wer mit Fahrrädern am Heck ins Ausland reist, sollte sich vorab informieren, ob am Heckträger eine spezielle Kennzeichnung erforderlich ist. In Italien, Spanien und Portugal beispielsweise ist eine weiß-rot schraffierte, reflektierende Warntafel im Format 50 mal 50 Zentimeter vorgeschrieben. Bei Verstößen wird je nach Land ein Bußgeld von 80 bis 200 Euro aufwärts fällig.