Lokales

Geschichte hautnah erleben

07.03.2026

Rund 750 historische Porträtfotos haben die Ehrenamtlichen des Heimatarchivs ausgedruckt, zugeschnitten und an Stellwänden angebracht.

Rund 750 historische Porträtfotos haben die Ehrenamtlichen des Heimatarchivs ausgedruckt, zugeschnitten und an Stellwänden angebracht.

Reken. Zum ersten Mal beteiligte sich das Heimatarchiv Reken am bundesweiten „Tag der Archive“. Am Sonntag, 8. März, von 11 bis 16 Uhr lädt das Archivteam zu einem abwechslungsreichen Einblick in seine Arbeit ein. Die zwölf Ehrenamtlichen präsentieren rund 750 historische Porträtfotos von Rekenerinnen und Rekenern – viele ohne bekannte Namen. „Gerade die älteren Einwohner haben uns um Hilfe bei der Identifizierung gebeten“, erklärt Archivleiter Hermann-Josef Holthausen.

Das in sieben Jahrzehnten gewachsene Heimatarchiv gilt längst als Gedächtnis der Gemeinde. Dank moderner Technik schreitet die Digitalisierung alter Dokumente und Fotos zügig voran. „Wir haben mittlerweile eine umfangreiche Datenbank mit mehr als 15.000 Todesanzeigen aufgebaut, die wir bald über ein webbasiertes Recherche-Tool zugänglich machen wollen“, verrät Mitarbeiter Claas Wübbeling.

Immer mehr Menschen suchen in Archiven nach ihren familiären Wurzeln – auch hier ist Reken gut aufgestellt. Die Sammlung enthält zahlreiche Daten zu Geburten, Taufen, Heiraten und Sterbefällen. Interessierte erhalten Unterstützung bei der Ahnenforschung und können sich sogar persönliche Stammbäume erstellen lassen.

In Führungen, Präsentationen und Vorträgen gibt das Team Einblicke in seine Arbeit. Dabei geht es auch um alte Handschriften in Sütterlin und Kurrent, die heute kaum noch jemand lesen kann. Ein besonderer Vortrag widmet sich historischen Dokumenten der Rekener Familien Kipp und Metzger.

Auch für Kinder gibt es spannende Mitmachaktionen: Sie können ihr eigenes Familienwappen gestalten, ein historisches Wimmelbild entdecken, auf einer alten Schultafel schreiben oder beim Redensarten-Quiz ihr Wissen testen.

Das Archivteam bittet außerdem alle Rekenerinnen und Rekener, die noch alte Feldpostbriefe, Hofakten oder Familienunterlagen besitzen, diese mitzubringen. Die Dokumente können vor Ort digitalisiert und, falls gewünscht, transkribiert werden. Da der „Tag der Archive“ auf den Weltfrauentag fällt, wird das Programm musikalisch eröffnet von Edith Weber und Regina Wiesemann-Hengemühle (Akkordeon und Gesang). Eine Ausstellung widmet sich bedeutenden Rekener Frauen wie Mary Prema Pierick, Therese Illerhues-Misono und der Künstlerin Agatha Schwering.

Das Heimatarchiv ist regelmäßig mittwochs von 17 bis 18 Uhr geöffnet.

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