Lokales

Lesung mit Autor Clemens Sprey

10.04.2026

Jelena Borgers, Clemens Sprey und Reinhild Wantia (v.l.) laden zur Lesung „Gestern Hölle, heute Hoffnung“ am 16. April 2026 in Borken ein.

Jelena Borgers, Clemens Sprey und Reinhild Wantia (v.l.) laden zur Lesung „Gestern Hölle, heute Hoffnung“ am 16. April 2026 in Borken ein.

© Kreis Borken/Szonn

Kreis Borken. „Gestern Hölle, heute Hoffnung“ – der Autor und Genesungsbegleiter Clemens Sprey aus Ahaus wird am Donnerstag, den 16. April, von 18 bis 20 Uhr aus seinem aktuellen Buch im FARB, Markt 15, in Borken vorlesen. Angeboten wird die Lesung mit einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch im Rahmen des Gesprächsangebots „redSEELig“. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.

Angehörige, Betroffene und Fachkräfte aus dem psychosozialen Arbeitsfeld sind durch die Mitglieder des Sozialpsychiatrischen Verbundes im Kreis Borken zu einem Erfahrungsaustausch mit dem Autor eingeladen. „Clemens Sprey spricht Menschen Mut zu, die Dunkelheit kennen und Hoffnung suchen. Gleichzeitig bieten seine Einblicke für Fachkräfte und Angehörige hilfreiche Perspektiven in eine Erlebniswelt mit psychischen Erkrankungen“, resümiert Jelena Borgers, Psychiatriekoordinatorin des Kreises Borken.

Der Autor ist im Kreis Borken kein Unbekannter: „Clemens wurde vor ungefähr 10 Jahren zum ersten Genesungsbegleiter für den Kreis Borken ausgebildet“, erinnert sich Reinhild Wantia, Fachabteilungsleiterin Psychosoziale Gesundheit des Kreises Borken. Mit der Genesungsbegleitung hat Clemens Sprey selbst seine Berufung gefunden. Da er früh unter Depressionen litt und lange auf der Suche nach Anerkennung war, rutschte er in die Arbeitssucht, wie er selbst sagt. Nun blickt er mit seinem Buch auf über sechs Jahrzehnte an Lebenserfahrung zurück. Für ihn war es ein langer Weg heraus aus einem Leben der Kälte, ohne Wärme und Liebe, hin zu Lebenskraft und Hoffnung. Über sein Gestern und den Weg in sein Heute handelt seine Autobiografie.

Über den Autor

Trauma, Depression und Sucht prägten das Leben von Clemens Sprey. Er lernte, Unterstützung anzunehmen und seine Geschichte achtsam zu teilen. Heute möchte er das weitergeben, was ihn selbst gerettet hat – und wurde damit für viele Menschen zu einem Vorbild, weil er es schaffte, einen Weg mit und aus seiner psychischen Erkrankung heraus zu finden. Er entschied sich, eine Ausbildung zum Genesungsbegleiter in Münster zu machen. Seither gestaltete er mit seiner Pionierarbeit Strukturen im Kreis Borken mit, schuf Sichtbarkeit, stärkte das Netzwerk in der Sozialpsychiatrie und begleite viele Menschen auf ihrem eigenen Genesungsweg. Immer auf Augenhöhe, nah und verständnisvoll.

Weitere Informationen zum Sozialpsychiatrischen Dienst des Kreises Borken und zum Sozialpsychiatrischen Verbund sind auf der Internetseite des Kreises Borken unter www.kreis-borken.de/spd und www.kreis-borken.de/spv zu finden. Fragen zum Thema beantworten die Ansprechpartner Ulrike Wendholt (Tel. 02861/6816012) und Jelena Borgers (Tel. 02861/6816023).

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