Stießen bei Fork schon mal auf die neue Genossenschaft an (von links): Verpächter Gregor Kremer, Helmut Essink, Heinz-Willi Rieken, Maria Schonnebeck, Silvia Dignass und Vorstandsvorsitzender Johannes Möllers.
Velen. Am Tresen sitzen und mit anderen ein Pläuschen halten, bei einem Bier oder einer Cola Neuigkeiten austauschen oder sich mit Freunden zum Stammtisch oder Doppelkopf treffen: Bierkneipen und ihre Theken sind beliebte Anlaufstellen für die Bevölkerung. Geht es nach der jetzt gegründeten Genossenschaft „Vivat!Velen“, dann soll auch Velen wieder so einen Anlaufpunkt für Jung und Alt bekommen.
„Man kann in Velen in Gaststätten und Bistros gut essen, die klassische Bierkneipe mit einem Tresen gibt es aber so gut wie gar nicht mehr“, sagt Johannes Möllers (69), Vorstandsvorsitzender von „Vivat!Velen“. Die aktuell gut ein Dutzend Personen starke Genossenschaft will der früheren Traditionsgaststätte Fork unter dem Namen „Wirtschaft Fork 1870“ neues Leben einhauchen – und das derzeit leerstehende Lokal an der Coesfelder Straße wieder zu einem sozialen und kulturellen Treffpunkt für den ganzen Ort machen. Nachdem der Pachtvertrag mit den Eigentümern Gregor Kremer und Gisela Wessels unterschrieben worden ist will man Anfang September die Pläne für die Genossenschaftskneipe der Öffentlichkeit vorstellen – und bei den Velenern und anderen Interessierten dafür werben, sich an der Genossenschaft zu beteiligen.
Die Idee für das Projekt, so Möllers, sei zunächst im Kreis einiger Velener entstanden, die sich seit einigen Jahrzehnten kennen. Dazu gehören unter anderem Silvia Dignass (64) und Heinz-Willi Rieken (66), die mit Möllers den Vorstand der Genossenschaft bilden. Einig war man sich darin, dass Velen wieder „eine richtige Kneipe braucht“, wie Heinz-Willi Rieken betont. Den ebenfalls bei der Gründungsversammlung gewählten Aufsichtsrat bilden Helmut Essink, Maria Schonnebeck und Wilhelm Hardeweg.
Durch das Vorbild der erfolgreichen Ramsdorfer Genossenschaftskneipe „Anna van’n Hook“ motiviert, will man sich jetzt daran machen, die Pläne umzusetzen, heißt es. Geplant ist, zunächst am Wochenende und an einigen Wochentagen bei Fork den Betrieb wieder aufzunehmen. Dafür sucht man jetzt auch Personal, das dafür selbstverständlich auch bezahlt wird.
Zusätzlich zum Kneipenbetrieb soll es „bei Fork“ auch kulturelle Veranstaltungen geben. Ob Lesungen oder Konzerte, Ausstellungen, Spieleabende oder Vorträge: Das Gründungsteam hat schon einige Ideen, wie Velen nicht nur wieder eine neue Kneipe, sondern auch einen neuen kulturellen Treffpunkt bekommen kann. „Damit Fork wieder ein Treffpunkt für den ganzen Ort wird, soll die Genossenschaft offen für alle sein. Jeder kann mitmachen“, betont der Vorstandsvorsitzende von „Vivat!Velen“.
Das Projekt wird bei zwei Infotagen bei Fork am Samstag, 2. September, und Sonntag, 3. September, jeweils ab 11 Uhr vorgestellt werden. Zudem wird es die Möglichkeit geben, Anteile an der Genossenschaft in Höhe von je 150 Euro zu erwerben. Wer Interesse, Fragen oder Wünsche hat, kann sich per Email unter vivatvelen@gmx.de an die Genossenschaft wenden. Die Homepage www.vivatvelen.de wird in Kürze freigeschaltet.