Gesundheit

Zeckensaison beginnt

19.04.2026

Zecken sitzen meist in Gras, Gebüsch oder Unterholz – sie fallen nicht von Bäumen. Foto: Pfizer | www.zecken.de

Zecken sitzen meist in Gras, Gebüsch oder Unterholz – sie fallen nicht von Bäumen. Foto: Pfizer | www.zecken.de

Münsterland. Mit den steigenden Temperaturen nimmt auch die Zeckengefahr wieder zu. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit warnt davor, Zeckenstiche zu unterschätzen, denn die Tiere können nicht nur die Lyme-Borreliose, sondern auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, übertragen. Wichtig ist: Zecken kommen in ganz Deutschland vor, ein Stich ist also nicht nur in ausgewiesenen Risikogebieten möglich.

FSME kann schwer verlaufen

FSME ist eine Virusinfektion, die schwere Entzündungen des Gehirns, der Hirnhäute oder des Rückenmarks auslösen kann. Eine gezielte Behandlung gegen das Virus gibt es nicht, deshalb spielt die Impfung eine zentrale Rolle. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die FSME-Impfung allen Menschen, die in Risikogebieten leben oder sich dort aufhalten und Zeckenstichen ausgesetzt sein können. Auch für Reisende in entsprechende Gebiete im In- und Ausland ist der Schutz sinnvoll.

Neue Risikogebiete 2026

In Deutschland gelten vor allem Baden-Württemberg, Bayern, das südliche Hessen, das südöstliche Thüringen, Sachsen und das südöstliche Brandenburg als FSME-Risikogebiete. Hinzu kommen einzelne Kreise in weiteren Bundesländern. Neu eingestuft wurden 2026 der Landkreis Nordsachsen und der Stadtkreis Halle (Saale). Damit wächst die Zahl der betroffenen Regionen weiter.

So schützt man sich

Gegen Zecken helfen schon einfache Maßnahmen: lange, geschlossene und möglichst helle Kleidung, zeckenabweisende Mittel sowie gründliches Absuchen von Körper und Kleidung nach Aufenthalten im Freien. Besonders wichtig ist das an warmen Tagen im Gras, Gebüsch oder Unterholz. Zecken fallen übrigens nicht von Bäumen, sondern sitzen meist bodennah in der Vegetation.

Zecke schnell entfernen

Wird eine Zecke entdeckt, sollte sie möglichst rasch mit einer Pinzette oder Zeckenkarte entfernt werden. Das senkt vor allem das Risiko einer Borreliose, da die Erreger oft erst nach mehreren Stunden übertragen werden. Bei FSME nützt schnelles Entfernen allerdings weniger, weil die Viren bereits zu Beginn des Stichs weitergegeben werden können. Wer rechtzeitig vorbeugt und den Impfschutz prüft, kann die Zeit im Freien dennoch unbeschwert genießen.